Børglum Kloster
Mittelalterliches Machtzentrum bei Løkken
Das hochgelegene Kloster bei Børglum nur 5 km östlich von Løkken ist von weitem sichtbar, und vom Kloster ist dann auch die Aussicht auf Vendsyssel sehr gut. Das Kloster war 400 Jahre Bischofssitz, und aus dem Kloster konnten die Männer des Bischofs die eventuellen Strandungen, die eine gute Einnahmequelle waren, beobachten. Es ging das Gerücht, dass niemand überlebte und sein Anspruch geltend machte, wenn die Männer des Bischofs ihre Arbeit gemacht hatten.
Falls es zu wenig Strandungen gab, konnte ein Reiter nachts in den Dünen mit einer Fackel die Schiffe zu nahe ans Land verlocken. Das Märchen von H. C. Andersen "Der Bischof auf Børglum und sein Verwandter" erzählt sehr gut von der Zeit.
Im Mittelalter war in Børglum eine fast unvorstellbare Machtkonzentration. Bei der Reformation in 1536, als Geld und Gut der katholischen Kirche zum König überging, hatten der Bischof und das Kloster zusammen 47 Herrensitze oder große Höfe mit dazu gehörigen Bauern und Gut.
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Børglum Kloster
Klostervej 255 BBørglum
9760 Vrå
Tel: 98 99 40 11
URL: www.boerglumkloster.dk
Königliches Gut, Bischofssitz und Mönchskloster
Børglum wurde ursprünglich in der Wikingerzeit als königliches Gut gebaut. Der König Knud den Hellige (der Heilige) ist in 1086 von Børglum vor einem Aufruhr in Vendsyssel geflohen. Die Flucht endete vor dem Alter mit seinem Märtyrertod in einer Kirche in Odense (Sct. Knuds Kirke).
Im Mittelalter waren der Kirche die weltliche Macht und der Handel sehr wichtig. Als bei Agger das westliche Ende vom Limfjord um das Jahr 1100 versandete, hat man in 1130 den Bischofssitz von Vestervig in Thy nach Børglum umgezogen. Am Ende des zwölften Jahrhunderts wurde ein Mönchskloster angebaut, und am Anfang des dreizehnten Jahrhunderts hat man den imposanten Dom gebaut. Die Kirche steht noch und ist Pfarrkirche der Gemeinde Børglum.
Der verhaßte Bischof
Der letzte Bischof in Børglum war der verhasste Stygge Krumpen, der als ein gieriger Lebemann bekannt war. Ihm war das Verlangen von Keuschheit und Zölibat egal, und er und seine Geliebte sind ins bequemere Schloss Voergård eingezogen. Er war aber auch ein begabter Verwalter und Staatsmann, der bei der Reformation wegen seines festen Glaubens ins Gefängnis musste, was die Nachwelt scheint vergessen zu haben.
In 1669 nach der Reformation ist Børglum Privatbesitz worden. Die heutigen Gebäude tragen deutliches Gepräge einer Barocken Modernisierung aus 1750.