Steinzeitcenter Ertebølle
Können Sie in einem Einbaum fahren?
Oder können Sie mit einem steinzeitlichen Bogen und Pfeil ins Schwarze treffen? In Steinzeitcenter Ertebølle können Sie beides ausprobieren. Während der Jägersteinzeit vor ungefähr 6000 Jahren war hier an der Küste die Ertebøllekultur ganz in der Nähe. Wie war die Siedlung? Der Geruch vom Muschelhaufen (Kökkenmödding)? Woran haben die Bewohner geglaubt? Könnten sie ohne Kleider in einem angenehmen Klima herumgehen, und waren die Ressourcen der Natur unerschöpflich - oder war das Leben streng? Im Steinzeitcenter werden einige Fragen beantwortet - zum Teil auch von Ihrer Phantasie!
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Steinzeitcenter Ertebølle
Møllevej 8Ertebølle
URL: www.stenaldercenter.dk
Das Steinzeitcenter arbeitet mit experimenteller Archäologie, d. h. Herstellung und Verarbeitung von Flintgeräten, Vorbereiten und Gerben von Häuten u. a. m. Außerdem werden gelegentlich mit steinzeitlichen Mitteln Geräte von indianischen Kulturen hergestellt.
Ertebølle ist bekannt
Ertebølle ist ein kleines Dorf, trotzdem kennen aber alle Archäologen ganz sicher den Namen. Ende des 19. Jahrhunderts hat das dänische Nationalmuseum nämlich hier einen riesengroßen Muschelhaufen ausgegraben und dadurch erfahren, dass dieser Abfallhaufen von Menschen hinterlassen war. Die Bewohner hatten direkt auf dem Haufen gelebt. Der Terminus "Kökkenmödding" wurde ein europäisches Fachwort sowie auch die "Ertebøllekultur". In Dänemark, Südschweden, Schleswig-Holstein und an der norddeutschen Küste entlang hat man mehrere Siedlungen dieser Jäger- und Sammlerkultur gefunden.
CDie Ausstellung im Center erzählt von der Natur in Ertebølle vor 6-7000 Jahren und vom Leben der Menschen in einer Landschaft, wo der Meeresspiegel 5-6 m höher als heute war, und sich der Urwald wie eine dunkle Mauer an der Küste entlang verbreitete. Die Ausstellung beherbergt mehrere archäologische Funde vom Ort, besonders Geräte aus Flint oder Knochen.
Das Steinzeitcenter hat eine sehr schöne Lage in einem Naturgebiet mit Ausblick direkt auf dem Limfjord, und die Steilhänge am Fjord bei Ertebølle Hoved sind unweit vom Museum.